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Der Penis



Der Penis - männliches Glied

Aufgebaut ist der Penis einmal durch den Ursprungsbereich, der auch als Peniswurzel bezeichnet wird und durch Muskeln und Bänder am Becken befestigt ist. An diesem Ursprungsbereich schließt nun der Penisschaft an, welcher am vorderen Ende die Eichel übergeht, die von der Vorhaut umgeben ist. Zur Unterseite des Penis besitzt die Vorhaut eine Hautfalte, das sogenannte Vorhautbändchen.
Insgesamt enthält der Penis drei Schwellkörper, zwei an der Oberseite, die Penisschwellkörper, und einen weiteren an der Unterseite, den Harnröhrenschwellkörper. In diesem verläuft der Penisteil der Harnröhre. Diese Schwellkörper füllen sich nun bei sexueller Erregung, und der Penis wird größer und hart. Es kommt also zu einer Errektion. Besonders der Penisschwellkörper ist dafür verantwortlich. Außerdem gibt es drei Muskeln im Penis, welche die medizinischen Bezeichnungen Musculus bulbospongiosus, Musculus ischiocavernosus und Musculus retractor penis besitzen. Zudem erfolgt die Blutversorgung über die Arteria und die Vena penis. Die Blutgefäße und Schwellkörper werden über das vegetative Nervensystem gesteuert, deren parasympathische Anteile aus dem Kreuzabschnitt des Rückenmarks stammen und über das Beckengeflecht verlaufen. Durch sie wird die Errektion ausgelöst, weswegen sie auch als Nervi erigentes bezeichnet werden.

Im Durchschnitt ist der Penis zwischen 7cm und 10cm im erschlafften und zwischen 11cm und 17cm im erigierten Zustand lang. Die Größe im erschlafften Zustand variiert allerdings abhängig von Temperatur und psychischem Empfinden. Gemessen wird mit einem Messband von der Bauchseite, also der Oberseite des Penis, bis zur Eichelspitze.
Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Penissen, einmal dem sogenannten Fleischpenis, der im erschlafften Zustand bereits relativ groß ist und bei einer Errektion nur verhältnismäßig wenig wächst, und dem Blutpenis, welcher schlaff relativ klein ist und sich durch eine Errektion stark ausdehnt.

Es gibt verschiedene Krankheiten des Penis, zur häufigsten jedoch zählt die Unfähigkeit zur Errektion, also die errektile Dysfunktion, die man ganz einfach auch als Impotenz bezeichnen kann. Diese kann zum Beispiel ausgelöst werden durch den Druck des Sattels auf die Peniswurzel bei häufigem Radfahren, was natürlich durch eine geeignete Sattelform verhindert werden kann. Eine krankhafte Dauererrektion wird auch als Priapismus bezeichnet und kann, wenn sie länger als zwei Stunden anhält, zu einem dauerhaften Verlust der Fähigkeit zur Errektion führen. Medikamente wie Viagra, Drogen wie Kokain, aber auch Gerinnungsstörungen, sogenannte Malignome, können der Auslöser einer solchen Krankheit sein.
Als Penisfraktur bezeichnet man die Ruptur der Schwellkörper, und die dadurch ausgelöste starke Blutung bedarf einer sofortigen medizinischen Behandlung. Ist der Penis im errigierten Zustand stark gekrümmt, so wird von einer Penisdeviation gesprochen. Diese kann zum Beispiel durch Bindegewebswucherungen im Schwellkörper entstehen. Mit Hilfe von Operationen werden heute besonders starke Verkrümmungen, die den Sex unmöglich machen, begradigt.
Weitere Erkrankungen sind die Balanitis, eine Entzündung der Eichel, die Phimose, eine Verengung der Vorhaut, welche dadurch nicht mehr über die Eichel zurückgeschoben werden kann, und die Verkürzung des Vorhautbändchens, was auch als Frenulum Breve bezeichnet wird. Ein ebenfalls aktuelles Thema ist die Modifikation des Penis, welche auch in zahlreichen Kulturen der Welt praktiziert wird. Sexuelle Fantasien, religiöse Vorstellungen, Strafen, Unterdrückung der Männlichkeit und die Steigerung der sexuellen Leistung und Individualität sind die entsprechenden Motive dafür. So wird bei der Beschneidung, welche eine der ältesten und verbreitetsten Praktiken ist, die Vorhaut entfernt, sodass die Eichel freiliegt.
Eine Strafe für, zum Beispiel, eine Vergewaltigung, ist die Entfernung der Eichel, um die Erfahrung der sexuellen Lust schwierig zu machen.
Die Spaltung der Harnröhre, um eine Vulva zu imitieren und auch Gegenstände in diese einführen zu können, wird hauptsächlich bei den australischen Aborigines praktiziert. Um den Penis zu verlängern werden die Penisschwellkörper, die tief im Beckenboden verankert sind, chirurgisch mehrere Zentimeter herausgeschoben. Weiters werden männlichen Prostituierten in Indien bereits in der Pubertät Implantate wie Metallstäbe quer durch den Penisschaft, Ringe in die Penishaut oder Perlen in die Eichelfurche, eingesetzt, um das Lustempfinden beim weiblichen Geschlecht zu steigern.
Natürlich zählt auch das einfache Piercing zu einer Art Modifikation, durch welches die Individualität betont wird.


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Autor: Manuel Tenschert
 
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