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Entgiftung





● Allgemeines über Entgiftung
● 1. Leber
● 2. Nieren
● 3. Lunge
● 4. Darm
● 5. Haut

● Allgemeines über Entgiftung

Der Begriff „Entgiftung“ wird auf verschiedene Weise im Alltag gebraucht. Einerseits meint Entgiftung die Fähigkeit des menschlichen Organismus schädliche Stoffe, die dem Körper zugeführt werden bzw. die der Körper selbst produziert, unschädlich zu machen. Vor allem die Leber und die Niere sind mit der Umwandlung der Gifte beschäftigt und erreichen dies durch biochemische Reaktionen in der Leber bzw. durch eine Ausscheidung über die Nieren. Von Entgiftung spricht der Schulmediziner aber auch bei der Dialyse (Blutwäsche bei Nierenschädigung) und beim Absetzen von Suchtmitteln (Entzug).

In diesem Artikel soll die Entgiftung aus Sicht der Alternativmedizin betrachtet werden. Oft wird Entgiftung gleichgesetzt mit Entschlackung, da das Ziel ist, Stoffwechselabfallprodukte vermehrt auszuscheiden. Zwischen Giften und Schlacken gibt es allerdings einen entscheidenden Unterschied.

- Gifte: Gifte verursachen einen unmittelbaren und aktiven Schaden im Körper.

- Schlacken: Schlacken sind Stoffwechselprodukte, die in einem „normalen“ Organismus anfallen und auch durch Überlastung entstehen können. Schlacken werden problematisch, wenn sie nicht ausgeschieden werden können.

Die Schulmedizin vertritt die Meinung der Alternativmedizin nicht. Eine periodische Entgiftung des Organismus ist kein fixer Bestandteil des heilenden Plans der traditionellen Schulmedizin, deshalb fehlen Entgiftungs- und Entschlackungskuren in der rein naturwissenschaftlichen Medizin.
Die Menschen aber sind sensibler geworden und reagieren vermehrt auf Nachrichten über Umweltkatastrophen und Umweltzerstörung. Die Vergiftung der Umwelt geht einher mit einer Vergiftung des Körpers. Weitergedacht bilden außerdem Körper und Seele eine Einheit – ist der Körper vergiftet, leidet auch die Seele.
Die Tradition der Chinesischen Medizin etwa rät zu einem Umdenken auf höherer Ebene, so dass auch auf körperlicher Ebene alles in geordneten Bahnen laufen kann. Entscheidend ist das Bewusstsein jedes Menschen und das Gespür für die Eigenverantwortung über Körper und Seele. Läuft auf der Bewusstseinsebene etwas falsch und ist etwas einprogrammiert, das uns schadet, wird es auf kurz oder lang auch unseren Körper schädigen. Dann greifen wir zu Medikamenten und Co. ohne aber die wirkliche Ursache in uns zu suchen. Eine kurzfristige Besserung wird sich einstellen, aber der Körper wird sich wieder und immer wieder bemerkbar machen, wenn wir nicht bemüht sind, das Problem an der Wurzel zu packen. Eine bewusste Verarbeitung, Wiederherstellung des seelischen Friedhofs und Lossagung der seelischen Gifte (Ängste, Nachtragend sein, Beleidigt sein...) sind die Wegbereiter für einen befreiten und gesunden Körper. In diesen Überlegungen liegt der eigentliche Hund begraben, denn nur wer diesen Kreislauf verstanden hat, kann auf Dauer etwas für Gewicht und Wohlbefinden erreichen. Crashdiäten werden nie zu einem stabilen Gewicht führen und der viel gefürchtete Jo-Jo-Effekt wird jeden heimsuchen, der nicht auch Seelenarbeit betrieben hat. Ganz im Gegenteil bewirken häufige Crashdiäten die Angst des Körper einer wiederkehrenden Hungersnot ausgesetzt zu werden und dadurch strebt dieser danach wieder das Ausgangsgewicht an und legt vielleicht – für Hungerszeiten – eine extra Fettschicht in Form von zusätzlichen Fettpölsterchen an. Der Mensch ist wieder verzweifelt über das gestiegene Gewicht und als einzige Lösung folgt erneut eine Blitzdiät. Das Idealgewicht ist kein unerreichbares Ziel, wenn man sich nur mit sich selbst und seinem Innersten ausgiebig beschäftigt und alte Programmierungen im Bewusstsein versucht zu löschen und zu erneuern. Dann wird auch eine Diät oder das periodische Entgiften des Organismus wirklich sinnvoll und effektiv. Unsere Körpersäfte haben in hohem Maß die Fähigkeit sich selbst zu reinigen, da sie aber ununterbrochen mit Müll verschmutzt werden, muss zusätzliche nachgeholfen werden.

Unterstützung und vollen Einsatz zeigen dabei unsere Ausscheidungssysteme:
1. Leber
2. Nieren
3. Lunge
4. Darm
5. Haut

Diese Organsysteme arbeiten ununterbrochen, leisten Schwerstarbeit und machen sich kaum jemals bemerkbar. Dieses Verhalten wird oft zum Stolperstein. Der Körper rächt sich irgendwann für die Schandtaten, die ihm zugefügt werden. Sind die Organe überlastet, reduziert sich natürlich auch ihre Fähigkeit den Organismus zu entgiften. In direkten Kontakt mit der Umwelt kommt unser Körper durch die Atemluft, die Nahrungsaufnahme und durch Trinkwasser. Zunächst entscheidet der Zustand von Haut und Schleimhäuten wie und welche Schadstoffe aus der Umwelt in uns aufgenommen werden. Die Schleimhäute des Darms machen dabei die größte Fläche mit ca. 300qm aus, die des Atemtraktes beträgt rund 80-120qm. Dagegen bietet unsere Haut eine Aufnahmefläche von „nur“ 2qm. Unseren Ausscheidungsorganen kommt in jedem Fall die lebensnotwendige Aufgabe zu, schädigende Einflüsse und Krankheitserreger abzuwehren und Fremdstoffe, Stoffwechselabfallprodukte und diverse Gifte zu beseitigen.


● 1. Leber

Die Leber ist mit einem Gewicht von rund 1,5 Kilogramm das größte innere Organ des menschlichen Körpers und ist im Bauchraum, unterhalb des Zwerchfells zu finden. Sie besteht aus unzähligen Leberzellen und ist für eine Vielzahl von Körperfunktionen verantwortlich: Speicherung von Zucker, Vitaminen und Eisen, Beteiligung am Fettstoffwechsel, Verarbeitung von Eiweiß, Abbau alter Blutkörperchen, tägliche Produktion von ca. 1 Liter Verdauungssaft, der Galle. Lebensnotwendig ist auch die Blutreinigung jedes einzelnen Blutstropfen in der Leber. Pro Minute filtert sie etwa 1,5 Liter Blut und untersucht es auf seine Inhaltsstoffe. Nährstoffe werden verwertet, Fremdstoffe gefiltert und Gifte unschädlich gemacht.

Für eine gesunde Leber:

- Akohol nur in Maßen genießen. Jeder Tropfen bedeutet Stress für unsere Leber
- Tä glich mind. 2,5 Liter Wasser und/oder ungesüßte Kräutertees
- Vorsicht bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten: Arzt für Leberfunktionstest aufsuchen!
- Lebensmittel aus kontrolliert biologischem Anbau zu sich nehmen
- Vorsicht bei Reisen in tropische Länder: Durch die Aufnahme von schmutzigem Wasser und unreinen Lebensmitteln gefährden Hepatitisviren die Leber!

● 2. Nieren

Zwei Stück, sechs mal zwölf Zentimeter, 150 Gramm – das sind die äußeren Merkmale unserer Nieren. Doch in ihrem Inneren leisten sie Unglaubliches und sind unabdingbar für ein gesundes Leben! Die Nierenrinde enthält rund eine Million Nierenkörperchen, die Glomeruli, die das Blut filtern und daraus den Primärharn erzeugen. Dieser enthält neben Schadstoffen auch noch eine Menge nützlicher Bestandteile wie Zucker, Aminosäuren und Vitamin C. Um diese verwertbaren Stoffe nicht unnötig auszuscheiden, wird der Primärharn durch die Nierenkanälchen geschleust. Hier werden alle nützlichen Bestandteile gefiltert und mit dem nun entstandenen Endharn werden Schlacken und Gifte aus dem Körper geschwemmt. Dabei produzieren die Nieren rund 150 Liter Primärharn, aber nur ca. 1,5 Liter Endharn werden schlussendlich ausgeschieden. Dabei gilt: Je dunkler der Harn, desto mehr Schadstoffe sind enthalten. Tag ein, Tag aus reinigen die Nieren auf diese Weise rund 300mal täglich das gesamte Blut und tragen damit einen großen Teil zu einem entgifteten Organismus bei.

Für gesunde Nieren:

- Viel Flüssigkeit zu sich nehmen! Täglich mind. 2,5 Liter Wasser und/oder ungesüßte Kräutertees
- Halten Sie sich warm! Nieren sind sehr kälteempfindlich und reagieren prompt auf kalte Böden oder zu knappe Bekleidung
- Ausgeglichener Blutdruck. Zu hoher Blutdruck kann zur Schädigung des Nierengewebes führen
- Je weniger Alkohol, desto besser

● 3. Lunge

Lunge, Bronchien, Lungenbläschen, Luftröhre – ein unschlagbares Team bei der Entsorgung von Giften. Mit jedem Atemzug nehmen wir ca. 0,5 Liter Luft in die Lunge auf. Dabei leiten die Bronchien, die wie ein Röhrensystem funktionieren, die Luft an die Lungenbläschen weiter. Jedes der rund 300 Millionen Lungenbläschen in unserem Körper ist von Venen und Arterien umsponnen. Erstere liefern das kohlendioxidhaltige Blut an, während Arterien den eingeatmeten Sauerstoff aufnehmen. Als Transporter fungieren dabei die roten Blutkörperchen, die die bereitstehenden Sauerstoffmoleküle aufladen und zu den einzelnen Körperzellen befördern. Im Austausch dazu nehmen die Lungenbläschen aus dem bereits verbrauchten Blut das Kohlendioxid auf, das schlussendlich durch den Mund wieder ausgeatmet wird. Entgiftend arbeiten auch die Schleimschichten und Flimmerhärchen in Luftröhre und Bronchien. Sie fangen eingeatmete Fremdstoffe mit der Schleimschicht ein und transportieren sie mit Hilfe der Flimmerhärchen in Richtung Mundhöhle, wo sie durch Räuspern und Husten aus dem Atmungsorgan geschleudert werden oder durch die Speiseröhre geschluckt werden und durch die Magensäure zersetzt werden.

Für eine gesunde Lunge:

- Tief und bewusst Atmen. Bauchatmung ermöglicht das volle Auffüllen der Lungenflügel mit frischer Luft
- Nicht rauchen. Die Giftstoffe belasten die Blutgefäße durch gefährliche Ablagerungen
- Gesunde Luft. Vor allem in den Bergen, an Seen und am Meer ist die Luft qualitativ hochwertiger
- Kein Unterdrücken von Husten. Bei Abhusten am besten den Schleim sofort ausspucken
- Kräftig Ausatmen

● 4. Darm

Der Dünn- und Dickdarm bilden das zentrale Verdauungsorgan. Die Ausscheidung der Überreste der Nahrungsmittel, der Schlacken und Gifte ist einer der wichtigsten Entgiftungsvorgänge im Organismus. Die Arbeit beginnt im Zwölffingerdarm, dem ersten Abschnitt des Dünndarms. Er neutralisiert den sauren Speisebrei, der aus dem Magen kommt, und zerlegt ihn mit Hilfe von Verdauungssäften in seine Einzelteile. Kohlenhydrate in Einfachzucker, Eiweiße in Aminosäuren und Fette in Fettsäuren und Glycerin. Dann können diese Nährstoffe von der Schleimhaut aufgenommen werden und ihren Weg in die Blutbahn finden. Durch die Muskelkontraktionen des Dünndarms gelangt das stark verflüssigte Gemisch in den Dickdarm. Im Dickdarm wird dem Brei sowohl die Flüssigkeit als auch Mineralstoffe, Salze und Vitamine entzogen. Wichtige Helferlein im Dickdarm sind die Darmbakterien (Darmflora), die bei diesem Vorgang wichtige Unterstützung liefern. Die Bakterien vergären bisher noch unverdaute Speisereste und bilden Vitamin K und Folsäure. Endprodukt ist dann ein halbfester Stuhl, der von den Abbauprodukten der Gallensäuren braun gefärbt ist. Er sammelt sich im Mastdarm bis zur Entleerung auf der Toilette.

Für einen gesunden Darm:

- Ballaststoffreiche Nahrung. Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Getreide enthalten reichlich Ballaststoffe, die das Darmvolumen füllen, weil sie unverdaulich sind, und so für eine reibungslose Verdauung sorgen
- Salat, Obst und Gemüse sollten regelmäßig am Speiseplan stehen
- Wenig Abführmittel. Auch pflanzliche Abführmittel beeinträchtigen den Kaliumhaushalt empfindlich und können die Darm- und Herzmuskulatur schädigen
- Ausreichend Bewegung machen! Auch ein halbstündiger Spaziergang täglich zeigt positive Wirkung

● 5. Haut

Uns umhüllen 2qm Haut, die ungefähr 5 Kilogramm wiegen, und trotzdem wird das damit größte Organ des Menschen oftmals vernachlässigt und zu wenig gewürdigt. Über jeden Pickel schimpft man und jede Falte will bekämpft sein, aber unglaubliche Entgiftungsleistung unserer Haut rückt dabei in den Hintergrund. Die Haut muss unseren ganzen Körper umgeben, unser Innerstes vor Regen, Kälte, Hitze und Sonneneinstrahlung schützen. Sie muss mit Wunden fertig werden, Temperatur und Feuchtigkeit ausgleichen und sich gegen eine Unzahl von Erregern (Pilze, Bakterien, Viren...) behaupten. Über die Schweiß- und Talgdrüsen der Haut werden Abfallprodukte wie Hanrsäure, Kochsalz, Milch- und Essigsäure aus dem Körper transportiert. Auch Schwermetalle wie Quecksilber oder Brom finden ihren Weg aus unserem Organismus über die Haut. Auf unserer Körperoberfläche findet also ständige Verdunstung statt, wobei wir innerhalb eines Tages rund 500ml Flüssigkeit auf diese Weise verlieren. Bei körperlicher Anstrengung können uns bis zu 2 Liter pro Stunde auf diese Art verlassen.

Für eine gesunde Haut:

- Hautschonende ph-neutrale Körperpflege verwenden, die den Säureschutzmantel der Haut nicht angreift
- Trockene und empfindliche Haut sollte nach jedem Bad eingecremt werden, damit die Feuchtigkeitsdepots wieder aufgefüllt werden können
- Ausreichend Feuchtigkeit. Dampfbäder und Regen wirken wie eine Verjüngungskur für unsere Haut. Im Winter sollte man allzu trockene, beheizte Räume durch Luftbefeuchter hautfreundlicher machen
- Vitamin A, C und E sind ein wichtiges Schutzschild für unsere Haut gegen freie Radikale und beugen so auch der frühzeitigen Hautalterung vor. Ebenso günstig ist Biotin (in Hafer- und Hefeflocken), das die Haut vor dem Austrocknen schützt.

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Autor: Simone Arlits

Quellen:

Birgit Gebauer-Sesterhenn: Entschlacken 1x pro Woche. – München: Gräfe und Unzer, 1999.

Sigrid Das: Entgiften und Entschlacken! – Stuttgart: Georg Thieme Verlag, 1990.

Rüdiger Dahlke, Doris Ehrenberger: Wege der Reinigung. Entgiftung, Entschlacken, Loslassen. Apfelessig, Grapefruitkernextrakt, Schwarzkümmel bis zum Fasten. – München: Hugendubel, 1998.

Rüdiger Dahlke: Entschlacken, Entgiften, Entspannen. Natürliche Wege zur Reinigung. – Kreuzlingen/München: Hugendubel, 2003.

Petra Thorbrietz: Die beste Diät? Anders leben! – In: GEO Das Reportage-Magazin, Mai 2005 – Hamburg: Gruner & Jahr, S. 122-150.



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