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Entschlackung




• Allgemeines über Entschlackung
• Unterschiede zwischen Gift und Schlacke


• Allgemeines über Entschlackung

Entschlackung ist ein Begriff, der nicht in der Schulmedizin geprägt wurde, sondern im Alltag entstanden ist. In der Komplementärmedizin versteht man unter Entschlackung therapeutische Maßnahmen, um vermehrt Stoffwechselprodukte auszuscheiden. Erreicht wird das durch verschiedene Arten des Heilfastens, Schwitzkuren, Trinkkuren und mehr. Die klassische mehrwöchige Fastenkur sollte nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden, da sich der Körper in dieser Zeit einer ungewohnten Belastung ausgesetzt sieht. Die Entschlackung trifft in der Naturwissenschaft auf Skepsis, denn man geht davon aus, dass alle nichtverwertbaren Stoffe sowieso umgehend von Leber und Nieren entgiftet und ausgeschieden werden. Die Meinung, dass der Körper regelmäßig künstlich entgiftet werden muss, wird von der Schulmedizin daher nicht geteilt und bislang sogar als fälschlich zurückgewiesen.

• Unterschiede zwischen Gift und Schlacke

Nach dem Autor und Arzt Rüdiger Dahlke gibt es auf jeden Fall in der Begrifflichkeit „Gift“ und „Schlacke“ einen wesentlichen Unterschied. Gifte richten direkt und aktiv Schaden an, während Schlacken Stoffwechselprodukte sind, die bei der normalen Arbeit des Organismus oder dessen Überlastung entstehen.
Zum Problem werden Schlacken erst dann, wenn sie nicht ausgeschieden werden und in Form von Ablagerungen (z.B. Rheumaknoten) Probleme im Körper verursachen. Ein gesunder Körper entschlackt von selbst und befreit sich so von abgestorbenen Zellen und allfälligen Giften, die in den Organismus gelangt sind. Einseitige und übermäßige Nahrungsaufnahme, Stress und Gifte wie Nikotin und Alkohol überlasten den Körper so sehr, dass er nicht mehr Herr über die Unmengen an Giftzufuhr werden kann. Dann bilden sich aus den Schlackenstoffen Ablagerungen, die den Körper in seiner Funktionsweise beeinträchtigen und Schmerzen verursachen können, weil sie eine ständige Giftwirkung auf den Menschen haben.

Ein Teil der Ablagerungen besteht aus Neutralisierungsschlacken, die durch zu viel Säuren in der Nahrung entstanden sind. Oft werden sofort Medikamente genommen, um diesen Säurenüberschuss zu bekämpfen. Wie so oft ist das natürlich eine Einbahnstraße. Das Medikament hilft zwar vorübergehend, doch der neue Säurenüberschuss kommt bestimmt und irgendwann rächt sich der Körper gewaltig. Ausweg ist auch hier ein bewusstes Überdenken der Lebensweise und der Ernährung. Eine bewusste Entschlackung und eine damit verbundene Unterstützung der Entgiftungsorgane des Körpers ist ein guter Anfang, um den eigenen Organismus vor einer Säureattacke und schmerzvollen Ablagerungen zu schützen. Kommt es dennoch zu einer massiven Ablagerung von Schlackenstoffen – Auffangbecken für Schlackenstoffe sind vor allem Gewebe, Organe, Blutgefäße und Gelenke – können sich Krankheiten wie Rheuma und Gicht entwickeln. Gefäße und Gelenke sind von sauren Ablagerungen umgeben und werden so erheblich geschädigt. Verschlacktes Gewebe kann seiner ursprünglichen Aufgabe zur Zellenversorgung und –entsorgung nicht mehr genügend nachkommen. Das übersäuerte Gewebe kapituliert vor einem Überangebot an Nährstoffen, verdickt und schlussendlich gelangen zu wenig Sauerstoff und zu wenig Nährstoffe zu den Zellen. In den Blutgefäßen verlangsamen die Schlackenstoffe den Blutfluss und in den Gelenken schränken die Ablagerungen die Bewegung ein und verursachen Schmerzen. In den Muskeln entsteht ein Spannungsschmerz, weil sich übersäuerte Gewebeflüssigkeit häuft. Eines der aufdringlichsten Zeichen des Alterns und der fortschreitenden Verschlackung ist die Arteriosklerose, die bereits ab dem 20. Lebensjahr auftreten kann. Sie kann zu nachlassender Hirn-, Herz- und Skelettmuskelleistung führen. Bei der Arteriosklerose werden zuerst Eiweißgerüste in den Gefäßinnenwänden aufgebaut, sehr viel später treten Cholesterin und andere Blutfette in den Kreislauf mit ein, bevor der Kalk das schmerzhafte Werk beschließt. Wirkungsvollstes Mittel gegen diese Gesellschaftskrankheit sind diszipliniertes Bewegungstraining für Geist und Körper, Ernährung, die Ablagerungen erst gar nicht entstehen lässt, ein bewusster Lebensstil und eine regelmäßige Entlastung des Organismus durch z.B. richtig durchgeführtes Heilfasten, da auch der Darm ein gefragtes Lager für Schlackenstoffe ist.

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Autor: Simone Arlits

Quellen:

Birgit Gebauer-Sesterhenn: Entschlacken 1x pro Woche. – München: Gräfe und Unzer, 1999.

Sigrid Das: Entgiften und Entschlacken! – Stuttgart: Georg Thieme Verlag, 1990.

Rüdiger Dahlke, Doris Ehrenberger: Wege der Reinigung. Entgiftung, Entschlacken, Loslassen. Apfelessig, Grapefruitkernextrakt, Schwarzkümmel bis zum Fasten. – München: Hugendubel, 1998.

Rüdiger Dahlke: Entschlacken, Entgiften, Entspannen. Natürliche Wege zur Reinigung. – Kreuzlingen/München: Hugendubel, 2003.

Petra Thorbrietz: Die beste Diät? Anders leben! – In: GEO Das Reportage-Magazin, Mai 2005 – Hamburg: Gruner & Jahr, S. 122-150.



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