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An der amerikanischen Studie waren 527.265 männliche und weibliche Mitglieder der
American Association of Retired Persons (AARP)
- eine Organisation für Menschen über 50 Jahre - beteiligt. Aus dieser Gruppe wurden 186.000 gesunde Männer und Frauen selektiert, die niemals in ihrem Leben geraucht hatten. Die Forscher stellten den Versuchspersonen detaillierte Fragen über ihre Gesundheit und Lebensstil, ihre Diät und ihre körperliche Aktivitäten. Auch sollten die Probanden ihr Gewicht im Alter von 50 Jahren angeben. Auf diese Weise wollten die Wissenschaftler Gewichtsverlust als Folge von später im Leben entwickelten chronischen Krankheiten ausschließen. "Das Körpergewicht wird viel dynamischer, wenn Menschen älter werden", erklärt Studienleiter Michael Leitzmann. "Darum haben wir versucht, diese Änderungen unter Kontrolle zu halten."
Die Forscher beobachteten die Versuchspersonen über einen Zeitraum von zehn Jahren. Sie fanden heraus, dass nach diesen zehn Jahren über 61.000 von ihnen gestorben waren. Dabei entdeckten sie, dass das Risiko, frühzeitig zu sterben, bei Frauen bereits bei leichten Gewichtssteigerungen zunimmt. Männer mit einem leichten Übergewicht haben hingegen kaum ein größeres Risiko. Insgesamt zeigt die Studie, dass etwa 19 Prozent aller vorzeitigen Todesfälle durch Übergewicht verursacht werden. "Sobald das normale Körpergewicht überschritten wird, nimmt das Sterbensrisiko zu", erklärt Albert Hollenbeck, Co-Autor der Studie. "Wir müssen dieser Problematik daher viel Aufmerksamkeit widmen."
In der zweiten Studie wurden 1,2 Millionen Koreaner im Alter zwischen 30 und 95 Jahren über einen Zeitraum von zwölf Jahren beobachtet. Es war das erste Mal, dass eine so große asiatische Population untersucht wurde. Die Wissenschaftler erforschten 82.372 Tote und korrelierten sie mit ihrem Body-Mass-Index. Dabei entdeckten sie, dass das Risiko auf Tod und Krebs bereits zunimmt, wenn Menschen zwar Übergewicht haben, aber nicht fettleibig sind. "Diese Erkenntnisse legen nahe, dass man, indem man sein Gewicht senkt, viele andere große Probleme unter Kontrolle halten kann", so Forscher Eliseo Guallar abschließend.
© pte