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Bei Männern verringerte sich das Krebsrisiko um zwölf Prozent, während es sich bei Frauen um vier Prozent reduziert. Obwohl die Zahl der weiblichen Studienteilnehmer größer war, gab es bei den männlichen Teilnehmern fast zweimal so viele Krebsneuerkrankungen. Die geschlechtsspezifischen Unterschiede beruhen auf verschiedenen Vermutungen, so die Forscher. Männer haben generell einen höheren Alkohol- und Zigarettenkonsum. Außerdem ist die Obst- und Gemüseaufnahme bei Männern in Nord-, West- und Mitteleuropa gering und liegt unter der Aufnahme von Frauen. Von einer Erhöhung des Obst- und Gemüseverzehrs profitieren daher vorrangig Personen, die sonst wenig davon essen. Die Senkung des Erkrankungsrisikos erfolgt aber nur bis zu einer Zufuhr von 300 Gramm pro Tag, danach hat eine erhöhte Verzehrmenge keine Auswirkung auf die Risikoverminderung.
In der EPIC-Studie analysierten die Wissenschaftler Daten von 130.633 Männern und 215.271 Frauen. Sie befragten die Versuchspersonen über ihre Ernährungsgewohnheiten und Lebensumstände in einem Zeitraum von 1992 bis 1998. Bei der Auswertung berücksichtigten die Forscher alle wichtigen Faktoren, die das Erkrankungsrisiko für diese Krebsformen beeinflussen, wie beispielsweise den Tabak- und Alkoholkonsum. Jährlich gibt es weltweit rund 390.000 Neuerkrankungen an Mund- und Rachenkrebs, 160.000 an Kehlkopfkrebs und 412.000 an Speiseröhrenkrebs. Dies entspricht insgesamt elf Prozent aller Krebserkrankungen. Alkohol- und Zigarettenkonsum sind dabei die wesentlichen Risikofaktoren für Krebserkrankungen des oberen Verdauungstraktes.
© pte