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Vaginaler Geschlechtsverkehr ist die wichtigste Ursache für eine HIV-Ansteckung bei Frauen. Da die Schleimhaut der Vagina dabei die erste Barriere ist, die das Virus überwinden muss, untersuchten die Wissenschaftler Proben, die während chirurgischer Eingriffe entfernt worden waren. Dazu lösten sie die äußere Oberfläche vom darunter liegenden Gewebe. Dieses setzten sie dem HI-Virus aus, das sie zuvor mit einem leuchtenden Farbstoff markiert hatten. So konnten die Forscher beobachten, welche Zellen durch HIV infiziert worden waren.
Wie die Forscher feststellten, attackierte das Virus zunächst die speziellen CD4+ T-Zellen des Immunsystems und infizierte mehr als die Hälfte von ihnen. Zugleich befiel das Virus auch Langerhans-Zellen, die ebenfalls Teil der Immunabwehr sind. Die genauen Infektionsmechanismen bleiben aber weiterhin ungeklärt. "Die Studie zeigt, dass das HI-Virus bei der Infektion zwischen zwei Zellen wählen kann", sagt Projektleiterin Julie McElrath von der University of Washington. "Aussichtsreiche Strategien müssen deshalb die Infektion beider Zellen verhindern." Die Forscher hoffen nun, dass die neuen Forschungsergebnisse bei der Entwicklung wirksamer Medikamente und Impfstoffe gegen das HI-Virus helfen können.
© pte