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Der Zugriff von Gesundheitsbehörden und Forschungseinrichtungen auf statistische Auswertungen ohne jeden direkten Personenbezug ermöglicht weitere Vorteile, wie beispielsweise eine schnelle Beurteilung der Volksgesundheit, Rückschlüsse und Reaktionsmöglichkeiten auf das Auftreten epidemischer Krankheiten sowie die Erforschung der Wirksamkeit von Medikamenten, das Auftreten von Erbkrankheiten oder das Zusammenspiel von genetischen Faktoren und Krankheitserregern. Außerdem werden die Gesundheitssysteme und Volkswirtschaft entlastet. "Die Gefahr besteht natürlich darin, dass sich der Patient zum gläsernen Menschen entwickelt", so Raimund Vogl, Geschäftsführer der health information technologies tirol gmbh, im Gespräch mit pressetext. Aber an dieser Stelle setze health@net ein, denn das Portal stelle eine Plattform für medizinischen Informationsaustausch unter der strengen Einhaltung der Datenschutzrichtlinien dar. Damit reihe sich Österreich neben Dänemark und Deutschland in der Entwicklung der elektronischen Patientenakte an vorderster Stelle ein, so Vogl.
Momentan gebe es ein Pilotprojekt, bei dem ärztliche Befunde zwischen den Tiroler Landeskrankenanstalten
TILAK
und der
Wiener Krankenanstaltenverbund
ausgetauscht werden, erklärt Vogl. Weitere Landeskrankenanstalten aus anderen Bundesländern Österreichs haben bereits Interesse angemeldet, erläutert Vogl abschließend. HITT betreut seit vier Jahren ein Forschungsprogramm, in dem 18 Partnerunternehmen kooperieren - davon vier Universitäten. Fördergeber wie die Tiroler
Zukunftsstiftung
und das
Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten
stellen Fördermittel für Projekte, die in den nächsten drei Jahren einen Umfang von 14 Mio. Euro haben, bereit. In den letzten Jahren konnte HITT durch diese Projekte 70 Arbeitsplätze schaffen.
© pte