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Verhütungsmittel für Frauen unterdrücken den Eisprung, bei Männern soll die Spermienproduktion durch die männlichen Hormone Androgen und Progestogen beeinflusst werden. Entweder wird die Produktion von Spermien ganz verhindert oder es wird nur eine unzureichende Menge produziert, nämlich weniger als drei Mio. Spermien pro Milliliter. Für eine Befruchtung ist die normale Anzahl von 20 Mio. nötig. In der Wirkung gibt es jedoch individuelle Unterschiede: "Bei unter zehn Prozent der Männer werden weiterhin genügend Spermien für eine Befruchtung produziert", erklärt Astrid Kranz, Pressesprecherin von Schering , im Gespräch mit pressetext.
Zwei Behandlungen befinden sich derzeit in der Testphase: In China wird ein Produkt getestet und in Europa forscht ein Team von Schering in Zusammenarbeit mit Organon. "Wir sind gerade in der Auswertungsphase, die Ergebnisse werden voraussichtlich im Herbst vorliegen", meint Kranz. "Man weiß schon länger, dass der Ansatz funktioniert. Es geht vor allem darum die richtige Dosis zu finden, um Wirksamkeit und Verträglichkeit zu gewährleisten." Die hormonelle Behandlung wird laut Schering frühestens 2010 am Markt sein, doch so einfach wie Frauen werden es Männer nicht haben: Die hormonelle Behandlung funktioniere nur durch Spritze und Implantat, eine "Pille für den Mann" sei derzeit noch nicht in Sicht.
© pte