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Dass Vitamin C in hohen Dosen gegen Erkältung hilft - ob vorbeugend oder als Behandlung, ist bekannt. Stimmt aber nicht, wie eine aktuelle Studie von Robert M. Douglas, Australian National University, und Harri Hemilä, Universitiy of Helsinki, zeigt. Die Mediziner haben 55 Studien der Jahre 1940 bis 2004 analysiert. Sie wollten herausfinden, ob eine tägliche Einnahme von mind. 200mg Vitamin C Erkältungen vorbeugt.
Fazit: Nein, auch mit einer hohen Dosis von 2g pro Tag kann Vitamin C nicht halten, was man sich erwartet.
Nur bei äußerst aktiven Personen (laut untersuchten Studien sind das MarathonläuferInnen, SoldatInnen und SkifahrerInnen) verringert die regelmäßige Einnahme von Vitamin C das Erkrankungsrisiko.
Bei den weniger Aktiven verkürzt die regelmäßige Einnahme jedoch die Erkältungsdauer: bei Erwachsenen um 8%, bei Kindern um 14%. Einmaliges Einnehmen von Vitamin C nach Ausbruch einer Erkältung hat jedoch keinen Effekt auf die Erkältungsdauer.
Da stellt sich die Frage ob es nicht wirkungs- und sinnvoller ist, Vitamin C in seiner natürlichen Form durch Obst und Gemüse zu sich zu nehmen und nicht in teure chemische Supplemente zu investieren. Dies schmeckt wenigstens gut!
Auch wenn Vitamin C dem Gesellschaftsmythos nicht gerecht werden kann, braucht unser Körper es doch, da es viele Körperfunktionen beeinflusst. Dafür benötigt man ca. 100mg Vitamin C / Tag. Dieser kann durch den Verzehr von Hagebutten, Kiwi, Erdbeeren, Säften von Orangen/Grapefruit/Zitronen, schwarze Ribisel aber auch Paprika, Brokkoli und Kohlgemüse gedeckt werden.
Sprich es bleibt wieder jeden selbst überlassen, ob er an Vitamin C glaubt oder nicht, denn geschadet hat die Einahme selbst über 200mg Vitamin C jedenfalls noch keinem.
© by bleibfit.at
Autor: Manuel Tenschert
Quelle: plosmedicine.org
Foto:by victory