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Körpereigene Selbstverteidigung gegen Alzheimer entdeckt

Ein internationales Wissenschaftsteam mit Beteiligten der David Geffen School of Medicine in Los Angeles, der Feinberg School of Medicine in Chicago, der Universität von Kyungwon in Sunfnam, Südkorea, der Cold Spring Harbor Laboratories in Cold Spring Harbor sowie der New York University School of Medicine hat aufdecken können, wie sich der Körper gegen neurodegenerative Erkrankungen wie etwa Alzheimer schützt. In Studien an Mäusen, Fliegen sowie Hirngewebe menschlicher Patienten entdeckten die Forscher, dass ein Eiweiß namens Puromycin-Sensitive Aminopeptidase (PSA) die Eiweißanhäufungen, die charakteristisch sind für Alzheimer - so genannte tau-'tangles' -, zerfetzt. Die Wissenschaftler hoffen, diesen Mechanismus künftig mit Medikamenten fördern zu können. Die Studienergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Neuron veröffentlicht.


Tau-Eiweiße tragen unter anderem zum Transport von Nahrungsstoffen innerhalb der Nervenzelle bei. Beim Entstehen von Alzheimer oder anderen neurodegenerativen Erkrankungen kann dieses Eiweiß seine Funktion nicht mehr ausreichend ausüben, es entstehen unauflösbare Faserknäuel in den Gehirnzellen. Demzufolge wird auch die Kommunikation zwischen den Nervenzellen gestört, was zu einem Rückgang der mentalen Fähigkeiten und im schlimmsten Fall sogar zum Absterben der Nervenzellen führen kann.
In Laborversuchen mit menschlichem Gewebe konnten die Forscher nun nachweisen, dass das PSA-Gen die Eiweißanhäufungen unmittelbar zerstört. Darüber hinaus entdeckten sie in Experimenten mit der Fruchtfliege Drosophila, dass eine höhere Aktivität des PSA-Gens gegen das Absterben von Gehirnstellen schützt, während eine niedrige Aktivität Neurodegeneration anregt. Laut den Forschern legen diese Erkenntnisse nahe, dass PSA eine lebenswichtige schützende Rolle spielt. "Unsere Befunde bilden einen wichtigen Schritt zum Verständnis des Mechanismus, das an neurologische Erkrankungen beteiligt ist", so die Forscher.

© pte



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