![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
|
![]() |
"Allergischer Schnupfen provoziert eine starke Immunreaktion im Körper und vermutlich auch im Gehirn, wodurch eine Entzündung entstehen könnte", erklärt Bower. Diese Entzündung dürfte bestimmte Chemikalien im Gehirn freisetzen, wodurch Gehirnzellen absterben. Wenn große Mengen dopaminproduzierender Gehirnzellen absterben, verliere der Betroffene die Kontrolle über seine Muskeln, wie es für Parkinson typisch sei. Auch in früheren Studien konnte dieser Zusammenhang zwischen Entzündungsreaktionen und Parkinson nachgewiesen werden. So konnte eine Studie der Michael J. Fox Foundation for Parkinson's Disease http://www.michaeljfox.org und des
National Institute for Neurologic Diseases and Stroke
belegen, dass nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente wie etwa Ibuprofen Schutz vor Parkinson gewähren.
Dass es den Forschern nicht gelungen ist, einen Zusammenhang zwischen Parkinson und anderen entzündlichen Erkrankungen, wie etwa chronischem Gelenkrheumatismus oder der Autoimmunerkrankung Lupus, nachzuweisen, ist laut Bower auf den geringen Umfang der Studiengruppe zurückzuführen. Auffallend war, dass es keinen nachweislichen Zusammenhang zwischen Parkinson und Asthma gab. "Ich vermute, dass wir keine Verbindung gefunden haben, da Asthma nicht bei allen Patienten eine Entzündungsreaktion auslöst", so Bower.
Die Ergebnisse bedeuten allerdings nicht, dass allergischer Schnupfen auf direktem Wege Parkinson auslöst, betonen die Forscher. Vermutlich sei es lediglich ein Risikofaktor unter vielen. Dennoch hoffen sie, dass die neuen Erkenntnisse neue Wege für Therapien gegen Parkinson eröffnen.
© pte