Blogartikel: Die heilende Wirkung des Fastens

In der heutigen Zeit sind unsere Körper trotz ausreichender Menge an Nahrungszufuhr häufig schwach und werden nicht genügend mit wichtigen Vitalstoffen versorgt. Durch Umweltgifte, ungesunde Ernährung, Alkohol- und Tabakkonsum sowie eine allgemein ungesunde Lebensweise kann das Verdauungssystem nicht richtig arbeiten. Infolgedessen werden lebenswichtige Mineralien nicht durch den Darm aufgenommen, da dieser mit Schlacken blockiert ist. Um ihn zu reinigen, sind regelmäßige Fastenkuren überaus sinnvoll.

 

Was genau versteht man unter Fasten bzw. Heilfasten?

Heilfasten ist ein ungezwungener wie auch bewusster Verzicht auf feste Nahrung, der eine sehr alte wie auch weltweite Tradition mit gesundheitlichen oder auch religiösen Bezügen hat. Stattdessen steht die Reinigung, Entgiftung und Entschlackung des Körpers im Mittelpunkt. Mittels Fastenkur kann wieder neue Energie getankt werden. Da während einer Fastenkur jedoch nicht gehungert wird, werden auch nicht vermehrt Stresshormone ausgeschüttet. Der Körper kommt zur Ruhe und entspannt.

Große Mengen trinken steht bei einer Heilfastenkur ebenso im Mittelpunkt wie die zusätzliche Reinigung des Darms. Diese wird durch die Einnahme von Glaubersalz oder Darmspülungen erreicht.

 

Grundsätzlicher Ablauf einer Fastenkur

 

  1. Entlastungstage

Die Entlastungstage dienen der Vorbereitung des Körpers auf die richtige Fastenzeit und sollten bereits mit leichter Nahrung und geringer Kalorienaufnahme auf das Heilfasten einstimmen. Neben etwa zwei Litern Wasser oder Kräutertee sollte in kleinen Mengen Obst oder Reis sowie Porridge gegessen werden.

 

  1. Darmentleerung

Am ersten vollen Fastentag wird mittels einer Lösung aus Glaubersalz und anschließender großer Flüssigkeitszufuhr die durchfallartige Darmentleerung erreicht. Alternativ können Tees zum Abführen oder einige Einläufe für die Darmentleerung benutzt werden.

  1. Die Fastenzeit

Eine optimale Dauer umfasst fünf bis sieben Tage. In diesen Tagen wird gänzlich auf feste Nahrung verzichtet.

– Morgens ein Becher Ingwer- oder Kräutertee

– Zur Mittagszeit empfiehlt sich dieselbe Menge frisch gepresster Obst- oder Gemüsesaft – Am Abend wird eine frisch gekochte Gemüsebrühe getrunken

– In den Vormittags- und Nachmittagsstunden sollte richtig viel getrunken werden, wobei ein Liter der Mindestmaßstab ist

 

  1. Das Fastenbrechen

Der traditionelle langsame Verzehr eines Apfels bricht die Fastentage. Der Körper soll sich allmählich an feste Nahrung gewöhnen.

 

  1. Aufbauzeit

In der Aufbauzeit wird der Körper anstiegsweise wieder an zugeführte Nahrung und Kalorien gewöhnt, um einen zügigen Jojo-Effekt zu verhindern und ihm Zeit für die Verdauungsarbeit zu geben.

 

Dieser ausführlichen Anleitung zum Heilfasten entnehmen Sie, wie Sie selbstständig eine Fastenkur durchführen können.

 

Die gesundheitlichen Vorzüge des Fastens

 

Während einer Fastenkur wird der Körper komplett umgekrempelt und von Schad- und Giftstoffen sowie Schlacken gereinigt. Dadurch können lebensnotwendige Vitalstoffe wieder gut aufgenommen werden. Während der gründlichen Reinigung von innen kann das allgemeine Essverhalten überdacht werden. Kleine Fehler in der Ernährungsweise schleichen sich im Alltag bei jedem Menschen ein, die jedoch im Anschluss an eine Fastenkur ausradiert werden können. Ist der Körper einmal entschlackt, sollte er anschließend möglichst viel gesunde Lebensmittel bekommen, um sich dauerhaft zu regenerieren und nur noch die richtigen Mineralstoffe einzulagern.

Eine solche Fastenkur dient außerdem der Zell- und Gewebeerneuerung.

 

Die Haut wird klarer, feinporiger und sauberer. Neue Zellen werden schneller gebildet. Entzündungen werden ganzheitlich gehemmt, die Blutzuckerwerte verbessern sich ebenso wie der Stoffwechsel und das Körpergewicht wird reduziert, sofern im Anschluss eine Ernährungsumstellung stattfindet. Den meisten Fastenden fällt die Umstellung der Essgewohnheiten im Anschluss an eine Fastenkur auch relativ leicht, da salzreiche, fettige und ungesunde Kost nach dem Verzicht nicht mehr so gut schmeckt wie die gesunden Varianten. Im Zuge dessen bessern sich die Cholesterinwerte. Sie sinken, sobald größtenteils oder komplett auf Fleisch- und Wurstwaren verzichtet wird. Speziell der Verzicht auf rotes Fleischarten senkt das Risiko für Erkrankungen der Herz-Kreislaufbahn.

 

Chronische Krankheiten und Beschwerden wie häufige Migräne können durch regelmäßige Fastenkuren verbessert werden, wie Beobachtungsstudien belegen. Betroffene von Herz-Kreislauf-Problemen oder Diabetes zählen da ebenso rein, da durch das Fasten eine Insulinresistenz erfolgt. Studien belegen, dass regelmäßiges Fasten die Lebenserwartung steigert. Dies ist dadurch begründet, dass wir mit Fastenkuren und einer gesunden Lebensweise wesentlich Positives für unseren Körper leisten und er dadurch besser, ausdauernder und insgesamt länger vital ist.

 

Zusätzlich werden die körpereigenen Abwehrkräfte wieder mobilisiert – der Körper ist schlichtweg wieder frei für seine ursprünglichen Aufgaben. In Studien wurde festgestellt, dass Heilfastenkuren das Risiko für neurodegenerative Krankheiten senken. Hierzu zählen beispielsweise Alzheimer und Parkinson – Krankheiten, die den Betroffenen und seine Lieben schwer belasten können.

 

Asthmatiker sind gut beraten, wenn sie regelmäßig und kontinuierlich eine Fastenzeit einlegen. Während dieser wird das Histamin in den Bronchienzellen verringert, wodurch eine Besserung der Erkrankung erfolgt.

 

Studien belegen, dass im Rahmen einer Fastenkur auch das Glückshormon Serotonin vermehrt ausgeschüttet wird. Dadurch sind wir besser gelaunt und sehen die Dinge positiv.

Eine solche Reinigung von innen kann jeder Mensch gebrauchen, ebenso wie jeder Mensch neue Lebenskraft, ein gestärktes Immunsystem und neuen Auftrieb gebrauchen kann. Heilfastenkuren helfen, den Blick für das Wesentliche wieder zu klären und innerlich wie äußerlich aufzuräumen. Diesen “Reset-Knopf” für den Organismus sollte jeder Mensch regelmäßig, wie etwa einmal pro Jahr, drücken um sich wohltuend und langanhaltend zu regenerieren.