Schuppenflechte – Psoriasis

Von der Psoriasis sind rund 1-2 % der Menschheit betroffen, damit zählt sie zu einer der häufigsten Krankheiten überhaupt. Die Bezeichnung Psoriasis stammt vom griechischen psao „ich kratze“. Generell sind geringfügig mehr Männer als Frauen von der Schuppenflechte betroffen, die normalerweise vor allem zwischen dem 10. und 30. Lebensjahr erstmals auftritt. Die Schuppenflechte verursacht zumeist keine Schmerzen, jedoch tritt bei rund 30 % der Erkrankten Juckreiz auf. Die Schuppenflechte ist nicht lebensbedrohlich, bleibt aber leider oft ein Leben lang und der Patient leider dann vor allem unter den psychischen Folgen der Psoriasis. Deshalb ist es umso wichtiger sein Selbstbewusstsein zu stärken und mit der Erkrankung, die meist vom Betroffenen abstoßender empfunden wird als von Außenstehenden, selbstsicher umzugehen.
Die Ursachen der Schuppenflechte sind vielfältig. Ein erhöhtes Erkrankungsrisiko besteht, wenn Blutsverwandte ebenfalls erkrankt sind. Fakt ist, dass die Psoriasis chronisch, schubweise verläuft. Auslöser für solche Schübe können z.B. Infektionskrankheiten durch Bakterien und Pilze), Stress, Arzneimittel, Alkohol, Schwangerschaft und Entbindung, Absetzen von Medikamenten, äußere Hautreize (Verbrennungen, Verletzungen, Impfungen, nasskaltes Klima, Unverträglichkeiten oder Allergien bei Nahrungsmitteln, erhöhte Blutfett- oder Harnsäurewerte oder hormonelle Veränderungen sein.
Die Psoriasis kann in unterschiedlichem Ausmaß auftreten. Teilweise werden nur kleine Hautbereiche befallen, aber auch die gesamte Haut kann betroffen sein. Die erkrankte Hautstelle ist entzündlich gerötet, die Haut ist verdickt und mit silbrig glänzenden Schuppen bedeckt. Diese Schuppen bilden sich, weil die Hautzellen Produktion beschleunigt abläuft und rund zehnmal so viele Zellen die Hautoberfläche erreichen. Dort werden sie als Schuppen sichtbar, während in den tieferen Hautschichten eine Entzündung entsteht. Kratzt man sich die Schuppen ab, kann es zu einer punktuellen Blutung kommen. Fallen die Schuppen von selbst ab, bleiben die geröteten Stellen zurück. Schuppenflechte tritt vor allem an den Ellbogen, dem Knie, der Kopfhaut, dem Nabel, dem unteren Rücken und der Gesäßfalte auf.
Es gibt unterschiedliche Formen der Psoriasis. Die oben beschriebene Form ist die am häufigsten auftretende Psoriasis vulgaris. Die Psoriasis pustulosa palmoplantaris bildet Eiterbläschen an Händen und Füßen und ist nur schwer behandelbar. Die Psoriasis pustulosa generalisata bildet diese Pusteln am ganzen Körper. Diese Bläschen sind allerdings nicht ansteckend. Rund 5-7 % der Psoriasis Patienten leiden an einer Psoriasis arthropathica, bei der die Gelenke befallen werden und es zu einer Verdickung der Gelenke kommen kann. Charakteristisch bei der Schuppenflechte ist die Veränderung der Nägel. So genannte Ölflecke (runde, gelblich-braune Flecken im Nagelbett) können ebenso auftreten wie Tüpfelnägel (Eindellungen im Nagel) und Krümelnägel (bröckelige Schuppenmassen unterhalb des Nagels).
Die Therapie der Psoriasis kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Die Schuppenflechte wird im Regelfall durch äußerliche Anwendungen therapiert und nur in sehr schweren Fällen greift man zu inneren Medikamenten. Äußerliche Anwendung finden z.B. Kortisonhaltige Salben, Cignolin (Gut verträglich bei Langzeitanwendung, aber aufwendiger in der Anwendung), Vitamin-D3-Analoga (Achtung vor Hautreizungen! Nicht für großflächige Anwendung verwenden.), Phototherapie (Einsatz von UV-Licht), Photochemotherapie (PUVA), Salicylsäure, Teerpräparate, Sonne, Balneo-Phototherapie (UV-Licht in Kombination mit Starksolebädern zur Imitation der Situation am Toten Meer). Zur innerlichen Therapie kommen Retinoide, Methotrexat oder Cyclosporin zum Einsatz. Bei allen möglichen Therapien kann es zu Nebenwirkungen kommen, wobei manche Therapieformen verträglicher sind als andere. Ein detailliertes Gespräch mit einem vertrauenswürdigen Dermatologen ist unbedingte Voraussetzung!

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